Bei uns wird sich viel gewundert. Vielleicht, weil wir sehr neugierig durch diese Welt schreiten.
Wir wundern uns über die Kellerasseln, die sich in der Sonne kugeln. Warum sind
sie nicht im Keller? Wir wundern uns über die zwei Uhren, die im Hort Eingang hängen und
exakt die gleiche Zeit anzeigen. Die wunderbare Sonne ist wieder da und die Kinder
wundern sich, warum sie trotzdem frieren, wenn sie barfuß auf der Rutsche sitzen (und dann
wundern sie sich, wenn sie ihre Schuhe wieder anziehen müssen). Wir wundern uns über
Melanie, sie hat ihren Hoodie falsch herum an und isst Chips aus ihrer Kapuze, ohne ihre
Hände zu benutzen. Wir wundern uns über die Erdbienen, die jetzt aus dem Hügel des
Sportplatzes kriechen und dann wundern wir uns warum Lasse auf dem Sportplatz steht,
obwohl doch alle Tore abgeschlossen sind.
Viele wunderbare kleine Dinge, die es zu
beobachten gibt. Viele Dinge, die erst mal in der Lautstärke untergehen, aber dann doch
ihren Platz finden. Die Kinder nehmen uns an die Hand und wollen die Welt verstehen, dabei
verstehen wir sie so oft selbst nicht.
Wir wollen uns zusammen wundern und haben sogar einen Raum dafür geschaffen. Bei uns
gibt es die Wunderkammen. Voll mit wundersamen Dingen, die wir gemeinsam mit den
Kindern kreieren, finden und ausstellen und themenspezifischen Büchern. Die Wunderkammer unterliegt dem stetigen Wandel der vielen Ideen und Lebenswelten der Kinder.
So möchte ich an dieser Stelle mit Einstein enden. „Das schönste, was
wir erleben können,
ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und
Wissenschaft steht.
Lena aus der Ludwig- Bechstein Grundschule
Jetzt ist der Raum voll mit Weltall- Büchern und Bildern und Dingen. Wir schreiben Geschichten über einen wundersamen fremden Planeten und beobachten die Sterne aus dem Guckloch.
Es wird auch einen ganzen wundervollen Tag geben, an dem wir das „sich wundern“ feiern
und bis in den späten Abend experimentieren und explorieren wollen. Wir widmen diesen
Tag der Wissenschaft.