Wunder der Wissenschaft

Es ist 16.45 Uhr und noch ist überall Gewusel zu spüren. Schnell werden noch Pfeile auf den Boden geklebt und der Grill wird an der richtigen Stelle positioniert. Frau Vogt rennt durch den Flur und sucht Sven. Drei Kinder helfen mir noch schnell, unsere Standnummer und unser Thema auf ein Blatt zu schreiben. Wir sind der letzte Standort und haben die Standnummer 13. 

Wunder der Wissenschaft, ein Experiment. Kurz habe ich Sorge, es kommt niemand, doch dann klopfen die ersten Kinder an die Tür. Der Musikraum hat sich wieder mal  verwandelt; diesmal werden die Kinder zu Agenten ausgebildet. Es ist dunkel und neblig und aufregend. Die Kinder sind freudig angespannt und müssen als erstes Fingerabdrücke erkennen. Wer ist der Täter und wer ist die Täterin. Die Kinder untersuchen mit einem Mikroskop echte Fingerabdrücke und schaffen es, gemeinschaftlich die Diebe der Salzbretzelfabrik zu finden. Dann müssen sie Flüssigkeiten nach ihrem Säuregehalt testen und ein Gift neutralisieren. Sie sind voll fokussiert und interessieren sich sogar für die Wissenschaft dahinter. Nach einer Täter*Innen Zeichnung auf einer lichtspeichernden Folie durch photolumineszenz müssen sie nur noch ihre akrobatischen Fähigkeiten beim Laserparcour unter Beweis stellen. Warum kann man den Lichtstrahl eigentlich sehen, Olli? Durch die Wassertropfen im Nebel weiß ein Kind. Sehr beeindruckend. 

Olli und ich haben es nicht aus dem Musikraum geschafft, doch gab es noch 12 weitere Stationen, an denen sich Kinder durch experimentieren und explorieren mit den unterschiedlichsten naturwissenschaftlichen Themen auseinandersetzen durften.

 

Durch Wasserdampf wurde Couscous aus Cap Verde hergestellt. Es gab fliegende Teebeutel und schwebende Luftballons. Der Ballon war größer als ein Elefantenkopf, die Kinder hoffen ein bisschen, dass er platzt, tut er aber nicht, er wird einfach immer größer. Dann lässt Basti los und wie eine echte Rakete fliegt der Ballon bis zum Mond. Naja, oder einfach durch das Rückstoßprinzip an der Schnur zurück, aber er hätte es bestimmt bis zum Mond geschafft. Kinder haben mit Brausepulver, Dosenraketen gebaut und den Deckel weggesprengt. Nach kurzem erschrecken wollen alle nochmal. Warum können sich Farben im Wasser schichten, Nico? Die Kinder lassen Flüssigkeiten mit verschiedenem Dichtegrad zu einem Regenbogen im Glas entstehen. Wenn wir Natron und Zucker mit Feuer zusammenbringen, entsteht an Stand drei die „black snake“. Als Gegenpart saugt eine Flamme in einem Glas Wasser ein und lässt ein Teelicht steigen. Eine Lavalampe entsteht durch Brausetabletten.

Familien fordern sich gegenseitig beim größten Spaghetti-Turm bauen heraus, alles eine Frage der Konstruktion. In der Schulbibliothek kann man sich kurz dem Trubel entziehen und themenspezifische Bücher anschauen und lesen. 

Es gibt auch Eltern, die Experimente für die Kinder vorbereitet haben. Was ist DNA und gibt es sie überall? Die Kinder, die am Anfang noch geholfen haben meinen Stand zu beschriften, sind mittlerweile bei ihrem eigenen Stand und zeigen und erklären anderen Kindern „locker, lustig und lehrreich“ mit präparierten Angeln und Fischen „chromatographie“. 

 

Das Klopfen an unsere Tür hat bis um 20 Uhr nicht mehr aufgehört. Es sind so viele Kinder gekommen, Familien, neue Gesichter und welche, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben. Alle waren bei unserer Jubiläumsveranstaltung dabei. Unser Experiment ist aufgegangen und die Idee, die bei uns im SpB im Januar entstanden ist, war ein voller Erfolg. Es war nicht nur lustig, spannend, wuselig und cool, sondern auch ein wirklich magisches Bildungserlebnis. Wir danken allen Kolleg*Innen, Eltern, Förderverein, Frau Vogt und besonders Sven für die Vorbereitung und das Engagement. 

Schauen wir, welche Experimente wir für das nächste Jahr vorbereiten werden.

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Letzte Aktualisierung:

06.07.2026

 

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