LUDWIG-BECHSTEIN-GRUNDSCHULE
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Letzte Aktualisierung:
17.08.2018

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 


 

 

 

 

 

 

 

Ludwig-Bechstein-Grundschule
Ludwig-Bechstein-Grundschule

lesen

  Entwicklungsschwerpunkt 1:
Lesen

(Bereich Unterrichtsentwicklung)


    

Lesen ermöglicht uns den Zugang zur Welt. Es öffnet und erweitert Horizonte, es ermöglicht dem Leser, Fantasien zu entwickeln, sich auf Neues einzulassen, Interessantes zu entdecken und zu erforschen und macht neugierig. Unsere Welt ist vom Lesen geprägt, egal ob es sich dabei um die Orientierung im Straßenverkehr, den Umgang mit Gebrauchsanleitungen, Nachrichtenübermittlung, Gedächtnisstützen (wie Einkaufslisten oder das Notieren von Hausaufgaben) oder den Umgang mit Literatur handelt.

Lesen soll eine Handlung sein – handeln hat immer etwas mit selbst aktiv werden zu tun. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu angehalten/ motiviert werden, selbst aktiv zu sein, Lesevorgänge in Handlungsabläufen kennen lernen und entsprechend umsetzen. Neben Bewegung ist so auch Kreativität gefordert und soll auch gefördert werden.

 

Beschreibung des Ist-Zustandes

 

Im Schulprogramm der Ludwig-Bechstein-Grundschule ist Lesen als Schwerpunkt der schulischen Arbeit festgelegt worden. Alle Fach- und Arbeitspläne sind entsprechend überarbeitet worden und darauf ausgerichtet. Der Entwicklungsschwerpunkt Lesen findet sich also in allen Fächern wieder, es wird in den Fachplänen immer wieder Bezug darauf genommen und explizit deutlich gemacht, in welchen Unterrichtsinhalten Lesen integriert ist.

Es gibt an der Schule eine Schulbücherei, die regelmäßig sowohl für die Einzelausleihe als auch für Klassen geöffnet hat und genutzt wird. Vorleseaktionen und die Teilnahme am Vorlesewettbewerb des Deutschen Börsenvereins sind ebenso fester Bestandteil der schulischen Arbeit. Alle Klassen haben ihnen zugeordnete Lesepaten, die eine individuelle Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler unterstützen und durchführen. Leseecken und Bücherregale in den Klassen gehören zur Ausstattung der einzelnen Klassenräume, Lesenächte werden von den Klassen 1/ 2 und 3 organisiert. Dazu werden Bücherkisten aus der öffentlichen Bücherei ausgeliehen, die auch zur Unterstützung der Arbeit in den anderen Klassen häufig eingesetzt werden. Dabei ist durch eine themenbezogene Ausleihe ein fachübergreifender Unterricht gesichert.

 

Entwicklungsvorhaben

 

 

Unterrichtsentwicklung „Lesen und Bewegung“

Was hat Bewegung mit Sprache zu tun, abgesehen von einer metaphorischen Ebene?

Der Zusammenhang ist erstaunlich vielfältig. Im Anfangsunterricht ist primär das Erlernen von Lesen und Schreiben Gegenstand der Auseinandersetzung mit Sprache. Um diese Prozesse erfolgreich zu absolvieren, sind Bewegungserfahrungen notwendig, denen räumliche Orientierung zugrunde liegt. Körperliche Bewegung ermöglicht die Auseinandersetzung und das Begreifen derRäumlichkeit, die notwendig sind, um die zweidimensionale Ebene des Schreibens und Lesens nachzuvollziehen. (Das Unterscheiden der Richtungen: oben – unten, rechts – links, waagerecht – senkrecht etc. ist eine grundlegende Voraussetzung, um die Positionen und Gestalt der Grapheme innerhalb der Linien bzw. einer ganzen Seite zu erkennen.) Bewegung schafft Geschicklichkeit, die ermöglicht, den Körper und seine Bewegungen wahrzunehmen, gezielt einzusetzen und bewusst zu kontrollieren. Doch unsere Wirklichkeit zeigt, dass immer mehr Kindern diese Fähigkeiten fehlen bzw. einer deutlichen Reduzierung unterliegen.

Sprache ist kein starr verankerter Zustand. Sie bedeutet Bewegung im Rhythmus, einen lebendigen Prozess. Sie geschieht, sie ereignet sich, teilt mit und lässt teilhaben, verbindet und berührt. Je facettenreicher sie sich gibt, desto mehr Erfahrungsebenen ermöglicht sie uns. Je lebendiger sie ist, desto mehr Leben lässt sie zu. Sprache ist das Spiegelbild unserer Persönlichkeit und sie beeinflusst unsere Persönlichkeit. Und schließlich schafft eine gute Sprache Kompetenzen, die für unseren Werdegang grundlegend sind. Durch Bewegung setzt sich das Kind mit seiner Welt auseinander. Wissenschaftlich belegt ist die Tatsache, dass die Verknüpfung verschiedener Eingangskanäle ein nachhaltiges Lernen ermöglicht und Motivation durch Erfolgserlebnisse schafft. Gerade Vor- und Grundschulkinder zeigen sich fasziniert, wenn mit Sprache gespielt werden kann, wenn Sprache bewegt und sie ihnen in ihrer enormen Vielseitigkeit begegnet. Sprache mit ihren Zeichen und Lauten, mit ihren Gedichten und Erzählungen, Sprache als Möglichkeit der Verständigung mit anderen, als Chance des emotionalen Ausdrucks, diese Sprache zu erspüren, ist das Ziel eines bewegten Deutschunterrichts, des Unterrichts überhaupt.

 

Ziel: In allen Klassenstufen soll „Lesen in Bewegung“ nicht mehr nur als isolierter Projekt- oder Werkstattunterricht stattfinden, sondern automatisiert und so zu einem selbstverständlichen Unterrichtsgegenstand werden.

 

Zur Erreichung dieses Zieles werden folgende Teilziele angestrebt:

  1. Bis zum Ende des Schuljahres 2012/2013 erstellt die Fachkonferenz Deutsch für jede Klasse einen Schnellhefter mit Unterrichtsformen entsprechend der Zielsetzung.
  2. Im Schuljahr 2013/2014 werden die Inhalte des Hefters erprobt und auf Praktikabilität und Nutzungshäufigkeit evaluiert. Aus der Evaluation ergibt sich das weitere Vorgehen.

 

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